Wild und still
Selbstfahrer-Safaris in Simbabwe
Parks, in denen ich selbst gefahren bin
Gut zu wissen
Einreise
Fahren
Geld
Malaria
Beste Monate
Stand: Oktober 2026. Einreisebestimmungen ändern sich, vor der Reise deshalb beim Auswärtigen Amt prüfen.
Grenzen: Natural Earth
Was du hier siehst
Woran Routen scheitern
- Die falsche Reisezeit wählen: Im Kernzeitraum der Regenzeit sind große Teile des Parks nicht befahrbar, weil die Pisten aufweichen und Flussläufe anschwellen. Wer dann anreist, kommt entweder gar nicht hinein oder riskiert, im Schlamm stecken zu bleiben. Auch der Beginn der Regenzeit hat seine Eigenheiten: Mit den ersten Regenfällen wandern viele Tiere ins Landesinnere ab, weil es dort wieder Wasser und frisches Grün gibt. Du siehst dann weniger Wildtiere, dafür ist der Park deutlich ruhiger. Für Fotografen mit Fokus auf viele Tiere ist die Trockenzeit meist die bessere Wahl. Wer Ruhe und Stimmung sucht, kann den Saisonbeginn bewusst wählen, sollte aber mit weniger Sichtungen rechnen.
- Nicht autark genug unterwegs sein Mana Pools ist abgelegen, und im Notfall ist Hilfe weit entfernt. Daher gehört zur Vorbereitung: Wasser und Lebensmittel: ausreichend Vorrat für die gesamte Reise, plus Reserve. Der nächste Supermarkt ist in Karoi oder in Kariba. Reifen: zwei Ersatzreifen, die beide voll funktionsfähig sein sollten, also mit ausreichend Luftdruck und intaktem Profil. Ein Reifen allein reicht auf den Pisten oft nicht. Auch ein Kompressor gehört zur Ausstattung, ebenso der Wagenheber. Treibstoff: genug Sprit für die gesamte Strecke inklusive Pirschfahrten und, wenn möglich, ein Reservekanister. Strom: Ein Solarpanel am Fahrzeug ist hilfreich, um den Kühlschrank dauerhaft zu betreiben, ohne die Batterie zu leeren. Gas zum Kochen: immer genug mitnehmen. Notfalls kannst du Wasser vom Campingplatz abkochen, etwa für Kaffee oder Nudeln.
- Die Walking Permit zu unbedarft nutzen Dass man in Mana Pools zu Fuß unterwegs sein darf, ist ein Privileg, aber kein Freifahrtschein. Du bist hier zu Gast bei den Tieren, und die Regeln machen sie, nicht du: Du musst dich nach ihnen richten. Wer die Permit leichtfertig nutzt, bringt sich und andere in Gefahr. Sei dir der Risiken bewusst: Büffel: Vor allem einzelgängerische alte Bullen gelten als unberechenbar und aggressiv. Sie sind im hohen Gras oder Gebüsch leicht zu übersehen. Elefanten: Sie wirken oft gelassen, können aber schnell umschlagen. Besonders vorsichtig sein bei Muttertieren mit Kalb und bei Bullen in der Musth. Geh nie zwischen Mutter und Jungtier und gib ihnen immer einen Fluchtweg. Hippos: Sie gehören zu den gefährlichsten Tieren Afrikas. Geh nie zwischen ein Hippo und das Wasser, und rechne besonders in der Dämmerung und nachts mit Tieren an Land. Löwen: Sie sind oft gut getarnt und tauchen unerwartet auf. Halte die Augen offen und such tagsüber die Schatten der Bäume ab, um eine Überraschung zu vermeiden. Falls du doch das Glück hast, welche zu treffen: Bleib ruhig, nach Möglichkeit in der Gruppe und in einer Reihe hintereinander. Vermeide hektische Bewegungen. Entferne dich langsam und rückwärts, den Löwen oder das Rudel immer im Blick. Beachte außerdem: Behalte immer Wind, Umgebung und Rückzugsmöglichkeiten im Blick, auch wenn du durch den Sucher schaust. Das perfekte Foto ist es nicht wert, einem Tier zu nahe zu kommen. Lieber ein Bild weniger als ein Risiko zu viel. Wenn du dich unsicher fühlst, zieh dich ruhig zurück oder buche zumindest zu Beginn einen erfahrenen Guide, der dir das Verhalten der Tiere erklärt.
Fragen zu diesem Land
Darf ich wirklich ohne Guide zu Fuß gehen? Mana-Pools-Nationalpark
Ja, und genau das macht Mana Pools so besonders. Der Park gehört zu den ganz wenigen Orten in Afrika, an denen man die Tiere auch ohne Begleitung zu Fuß erleben darf. Das ist ein echtes Privileg, aber es kommt mit einer klaren Bedingung: Du bist auf eigene Gefahr unterwegs, und zwar im wörtlichen Sinn. Es gibt keine Zäune und keinen Schutz. Löwen, Büffel und Elefanten bewegen sich auf demselben Boden. Wer ohne Guide losgeht, sollte also Erfahrung im Lesen von Tierverhalten mitbringen. Für den Einstieg ist eine geführte Walking Safari die sicherere und lehrreichere Wahl.
Wann ist geöffnet? Mana-Pools-Nationalpark
Mana Pools ist ein klassischer Trockenzeit-Park. Geöffnet ist er in der Regel ab der Jahresmitte bis zum Beginn der Regenzeit. Die genauen Öffnungszeiten können sich von Jahr zu Jahr verschieben. Lass dir die Daten für dein Reisejahr deshalb bestätigen, bevor du Unterkünfte, Flüge oder Mietwagen buchst.
Saison: Zugänglich ist der Park typischerweise von April/Mai bis November. In dieser Zeit sind die Pisten befahrbar, die Camps und Lodges geöffnet, und die Tiere sammeln sich zunehmend am Fluss, je trockener das Land wird.
Schließung in der Regenzeit: Von Dezember bis März, teilweise sogar bis April, ist der Park weitgehend geschlossen oder nur schwer erreichbar. Heftige Regenfälle verwandeln die Zufahrtsstraßen in unpassierbare Schlammpisten, und auch die Start- und Landebahnen für Flugzeuge können nicht mehr genutzt werden. Die meisten Lodges und Camps schließen in diesem Zeitraum ebenfalls.
Gibt es Nashörner? Mana-Pools-Nationalpark
Nein, leider nicht mehr. Die Nashörner von Mana Pools wurden vor Jahrzehnten von Wilderern ausgerottet. Das ist ein trauriges Kapitel der Parkgeschichte, und es gehört zu einer ehrlichen Beschreibung dazu. Dafür erwarten dich andere Highlights: große Elefantenherden, Büffel, Löwen, Wildhunde und Flusspferde.
Welches Fahrzeug brauche ich? Mana-Pools-Nationalpark
Du brauchst ein Allradfahrzeug, mit dem du dich im Zweifel selbst wieder freibekommst. Die Anfahrt über die A1 ist gut geteert und stark befahren, hier gibt es keine Probleme. Erst im Park selbst wird es anspruchsvoller: Die Pisten auf der Flussebene bestehen stellenweise aus Sand oder weichem Boden. Falls du dort einmal steckenbleibst, ist es ratsam, eine Schaufel und einen Kompressor dabeizuhaben, um den Reifendruck anzupassen und dich selbst wieder herauszuarbeiten. Auch die zwei einsatzbereiten Ersatzreifen gehören zur Grundausstattung. Mit dieser Vorbereitung bist du in Mana Pools gut aufgestellt.
Wie voll ist es? Mana-Pools-Nationalpark
Mana Pools ist vergleichsweise leer, denn der Park richtet sich an erfahrene Selbstfahrer und Abenteurer. Genau das macht seinen Reiz aus: Du kannst Tiere erleben, ohne dir einen Platz mit zehn anderen Fahrzeugen teilen zu müssen, und oft bist du allein mit der Landschaft und den Tieren. Die Kehrseite ist, dass es kaum Infrastruktur gibt. Alles, was du brauchst, muss mit dir in den Park kommen: Wasser, Lebensmittel, Treibstoff und Gas. Nur Brennholz kannst du im Park kaufen.