Wo Gehen erlaubt ist
Mana-Pools-Nationalpark
Über Mana-Pools-Nationalpark
„Mana“ bedeutet auf Shona „vier“ und bezieht sich auf die vier saisonalen Wasserbecken, die der Sambesi in seiner Flussebene hinterließ. Sie füllen sich während der Regenzeit und werden im Laufe der Trockenzeit zunehmend von den Tieren als Wasserquelle genutzt, während das Wasser allmählich versickert oder verdunstet. In der Trockenzeit konzentriert sich das Wildleben daher zunehmend am Sambesi-Ufer, an den verbliebenen Pools und an Chitake Springs.
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Mana Pools ist ein Paradies für Tierfotografen. Die saisonal überschwemmte Auenlandschaft am Sambesi, die ikonischen Sausage Trees (Leberwurstbäume) und die steile Abbruchkante des Sambesi-Tals bilden eine einzigartige Kulisse für außergewöhnliche Wildtieraufnahmen. Besonders berühmt sind die Elefanten, die sich auf die Hinterbeine stellen, um die Früchte der Leberwurstbäume zu erreichen. Ebenso ikonisch sind Bilder von Elefanten, die den Sambesi durchqueren, während sich die imposante Abbruchkante des Tals im Hintergrund erhebt. Diese Kombination aus spektakulären Tierverhaltensweisen und unverwechselbarer Landschaft macht Mana Pools zu einem der faszinierendsten Fotoreviere Afrikas.
Mana Pools gehört zu den wenigen Nationalparks Afrikas, in denen Besucher mit einer entsprechenden Walking Permit das Fahrzeug verlassen und auf eigene Gefahr auch ohne Guide zu Fuß unterwegs sein dürfen. Die Genehmigung erhält man im Parkbüro. Die Regelung stand aufgrund von Sicherheitsbedenken und Fehlverhalten von Besuchern wiederholt zur Diskussion. Prüfe deshalb vor der Reise unbedingt die aktuell geltenden Vorschriften. Denn auf demselben offenen Boden, über den du gehst, bewegen sich Elefanten, Büffel und Löwen.
Wie sich das Fahren anfühlt
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Mana Pools liegt weit abgeschieden: Rund 40 km von der asphaltierten Hauptstraße entfernt beginnt der Nationalpark, und das Highlight, der Uferbereich am Sambesi, liegt sogar etwa 70 km von ihr entfernt. Der Weg dorthin führt über Allradpisten, die sich durch Busch und Mopane-Wälder ziehen.
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Die Anreise ist Teil des Abenteuers: Mit jedem Kilometer wird es stiller und wilder, bis sich der Sambesi zwischen Akazien, Leberwurst- und Feigenbäumen vor dir ausbreitet. Diesen Park erreichst du nicht nebenbei, hier musst du planen. Essen, Trinkwasser und Sprit müssen für die gesamte Reise genügen. Aber dafür wirst du mit einem der ursprünglichsten Naturerlebnisse Afrikas belohnt.
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Mana Pools zeigt sich nicht das ganze Jahr von seiner zugänglichen Seite. Die Regenzeit dauert etwa von November bis April. Besonders in den Monaten Januar bis März sind die Camps in der Regel geschlossen, denn dann sind die Pisten auf der Flussebene ohnehin nicht befahrbar: Sie tragen ein Fahrzeug schlicht nicht, wenn sie nass sind.
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Das hat auch sein Gutes: Die Wildnis hat dann Monate ganz für sich. Zu Beginn der Regenzeit im November kann der Park noch gut befahrbar sein. Mit abtrocknendem Boden öffnet er im April oder Mai wieder, und in der Trockenzeit sammeln sich die Tiere am Fluss. Informiere dich vor deiner Reise bei ZimParks oder deinem Camp über Öffnung und Zustand der Pisten.
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In Mana Pools gibt es keine Zäune zwischen dir und der Wildnis. Die Camps sind nicht eingezäunt, und Tiere laufen mitten hindurch: Elefanten schlendern zwischen den Zelten hindurch, um Früchte von den Bäumen zu holen, und nachts hörst du Löwen und Hyänen in der Nähe. Genau das macht den Park so besonders und so intensiv. Es bedeutet aber auch, dass hier ein klares Regelwerk gilt, das du unbedingt ernst nehmen solltest: Halte Abstand, sei nach Einbruch der Dunkelheit aufmerksam und befolge die Anweisungen der Ranger und Guides. Wenn du dich daran hältst, erlebst du Wildtiere so nah wie an kaum einem anderen Ort.
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Im Park selbst gibt es kaum etwas zu kaufen: keine Tankstelle, keinen Laden. Das Einzige, was du vor Ort bekommst, ist Brennholz. Sprit und Vorräte kommen von außen und müssen vor der Einfahrt in den Park eingeplant und mitgenommen werden. Das gilt für Lebensmittel und Trinkwasser ebenso wie für Treibstoff. Auch dein Müll bleibt in deiner Verantwortung, denn in Mana Pools gilt „Carry in, carry out“: Was du mitbringst, nimmst du auch wieder mit. Diese Selbstversorgung ist der Preis für die Abgeschiedenheit, und sie gehört zum Reiz: Du bist ganz auf dich gestellt und tauchst dafür vollständig in die Wildnis am Sambesi ein.
Wann du fahren solltest
Mai bis Oktober, Trockenzeit
Die trockenen Monate, etwa von Mai bis Oktober, sind die Zeit, um die herum du deine Reise nach Mana Pools planen solltest. Je trockener das Landesinnere wird, desto mehr Wild zieht an den Sambesi und zu den Pools, denn hier gibt es als Letztes Wasser und frisches Grün. Ab Mai kommen die Tiere nach und nach an den Fluss, und die Flussebene füllt sich mit Elefanten, Büffeln, Antilopen und den Raubtieren, die ihnen folgen.
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Im September und Oktober ist die Dichte auf der Flussebene am höchsten, und du siehst die Tiere in Mengen, wie es sie nur hier gibt. Die Hitze erreicht dann allerdings ihren Höhepunkt, mit Temperaturen von über 30 °C. Plane Aktivitäten also für die frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden und lege mittags eine Pause im Schatten ein.
November bis April, Regenzeit
Die Regenzeit dauert etwa von November bis April. Schon die ersten Regenfälle im Landesinneren sorgen dafür, dass die Tiere das Ufer des Sambesi und die Pools verlassen und ins Landesinnere ziehen, wo sie nun wieder Wasser und Nahrung finden. Ab etwa November musst du daher mit weniger Sichtungen rechnen, auch wenn die Pisten noch befahrbar sind. Mit den Regenfällen im Januar bis März wird die Flussebene unpassierbar, die Camps schließen, und der Park ist für Fahrzeuge zu großen Teilen zu.
Aktuelle Lage der Zufahrt (Stand: Oktober 2026)
Im Frühjahr 2026 haben starke Regenfälle im Sambesi-Tal die Zufahrt zum Park beschädigt. Ein Teil der Brücke über den Ruckomechi wurde weggespült, und auch auf dem Abschnitt hinter dem Runese River gab es Schäden an der Straße. Die Parkbehörde ZimParks riet Selbstfahrern deshalb zeitweise von der Anreise ab. Camps in privaten Konzessionen blieben per Boot oder Flugzeug erreichbar. Ob die Brücke inzwischen vollständig repariert ist, konnten wir nicht bestätigt finden. Erkundige dich deshalb vor der Abreise bei ZimParks oder bei deinem Camp nach dem aktuellen Zustand der Zufahrt.
Was das für deine Planung heißt
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Gehen ist eine Erlaubnis, kein Angebot
In Mana Pools darfst du aussteigen und die Gegend zu Fuß erkunden, was in einem Park mit so viel Großwild eine echte Seltenheit ist. Die nötige Erlaubnis bekommst du im Verwaltungsgebäude des Parks. Gut zu wissen: Du bist auf eigene Gefahr unterwegs, niemand begleitet oder beaufsichtigt dich. Geh deshalb mit äußerster Vorsicht vor. Wenn du dir unsicher bist, buchst du am besten einen Guide, ebenfalls im Parkbüro. Gerade beim ersten Mal in einem Gebiet mit Großwild lohnt sich diese Begleitung.
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Der Reisezeitpunkt entscheidet hier alles
Plane deine Reise möglichst gegen Ende der Trockenzeit. Dann sind die Tiere am Fluss und an den Pools konzentriert wie sonst nie im Jahr. Ab Anfang November und mit den ersten Regenfällen können deine Erwartungen dagegen enttäuscht werden, weil die Tiere ins Landesinnere abwandern. Dafür ist dann weit weniger los. Wenn du es ruhiger magst und bei den Sichtungen zurückstecken kannst, hat auch dieser Zeitraum seinen Reiz.
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Geführte Safaris im eigenen Auto
Der Park bietet geführte Safaris an, aber anders als in vielen anderen Parks stellt ZimParks dir keinen Fahrer und kein Fahrzeug. Stattdessen nimmst du den bewaffneten Guide in deinem eigenen Auto mit. Das heißt, dass du damit einverstanden sein musst, mit einer dir fremden Person, die eine Waffe trägt, in einem Fahrzeug zu sitzen. Dafür bekommst du jemanden an deine Seite, der das Gelände kennt, Tierverhalten lesen kann und im Ernstfall weiß, was zu tun ist.
Aus meinen eigenen Fahrten
Die Regenzeit bringt weniger Touristen, günstigere Preise und eine völlig andere Landschaft, aber auch matschige Straßen und weniger Sichtungen.
Wie viel Zeit du einplanen solltest
4 Nächte oder mehr
Plane mindestens vier Nächte ein. Die Anreise ist weit und fordernd, aber sie gehört zum Abenteuer. Vier Nächte sind außerdem aus mehreren Gründen sinnvoll:
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Mana Pools gehört zu den wenigen Nationalparks im südlichen Afrika, in denen man auch zu Fuß unterwegs sein darf, und das ist der eigentliche Grund für einen längeren Aufenthalt. Zu Fuß erlebt man Elefanten, Büffel, Antilopen und mit etwas Glück auch Löwen und Wildhunde auf Augenhöhe, ohne Fahrzeug dazwischen. Man liest Spuren, bleibt stehen, wartet und lernt, sich leise zu bewegen. Das braucht Zeit und mehr als einen Versuch. Geführte Walking-Safaris mit einem erfahrenen Guide sind dafür der sicherste Weg. Erfahrene Besucher können in bestimmten Bereichen auch selbstständig losziehen, sollten dabei aber genau wissen, was sie tun. Ergänzen lässt sich das durch Fahrten im eigenen Fahrzeug, wobei die Pisten am Fluss entlang besonders lohnen, und durch Bootstouren oder Kanufahrten auf dem Sambesi, bei denen man Flusspferde und Krokodile vom Wasser aus sieht.
Beim Verlassen des Parks bietet sich gegebenenfalls eine Übernachtung an den Chitake Springs an, der einzigen Quelle weit und breit. Erwarte dort aber keinen Komfort: Das Einzige, was die Zeltplätze zu bieten haben, ist ein Plumpsklo, und ein Platz hat nicht einmal das.
Wo man unterkommt
01
Nyamepi
Nyamepi ist der Hauptcampingplatz des Parks und liegt direkt am Sambesi. Wildtiere nutzen das Gelände wie jedes andere Stück Park: Elefanten laufen mitten durchs Camp, meist ruhig auf der Suche nach Früchten und Blättern. Hippos können nachts den Weg zu den Waschräumen blockieren, und Paviane versuchen, herumliegendes Essen zu stibitzen.
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Daraus ergeben sich ein paar Regeln. Abstand halten und Elefanten nie bedrängen oder ihnen den Weg abschneiden. Nachts nur mit Taschenlampe unterwegs sein und Essen nicht offen liegen lassen. Das Auto sollte nachts verschlossen sein. Wer sein Zelt auf dem Boden oder auf dem Auto aufgestellt hat, sollte es ebenfalls verschließen, denn Paviane haben gelernt, Reißverschlüsse zu öffnen.
Große alte Bäume spenden Schatten, was in der Mittagshitze viel wert ist. Von vielen Plätzen aus schaut man auf den Fluss und die Überschwemmungsebene dahinter, sodass man auch im Lager einen großen Teil des Tages Tiere beobachtet. Der Platz liegt zudem bei der Parkverwaltung, was die Orientierung und die Organisation von Touren erleichtert. Außerdem gibt es Waschräume mit heißem Wasser und Spültoiletten.
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Die festen Unterkünfte von ZimParks: Chalets und Lodges
Wer nicht zelten möchte, findet in Mana Pools feste Unterkünfte der staatlichen Parkbehörde ZimParks, vor allem Chalets und Lodges im Bereich um Nyamepi. Empfehlen kann ich sie nicht. Stand November 2024 sind sie, vorsichtig gesagt, äußerst renovierungsbedürftig. Man zahlt für einen Standard, der mit dem Preis nicht annähernd in Einklang steht.
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Wer ohnehin einen Aufenthalt in dieser Wildnis plant, ist mit einem Zelt besser bedient: Es kostet deutlich weniger und bringt einen näher an das heran, weshalb man überhaupt herkommt. Wer auf ein festes Dach nicht verzichten will, sollte sich die privaten Lodges und Camps in der Umgebung ansehen, die meist besser gepflegt sind, dafür aber ebenfalls ihren Preis haben.
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Chitake Springs
Chitake Springs liegt im Landesinneren am Fuß des Steilhangs, weit weg vom Sambesi. Das Camp entstand rund um eine Quelle, die weiterläuft, wenn in der Trockenzeit alles andere versiegt ist. Das macht sie zum Magneten für die Tierwelt der Umgebung. Wer hierherkommt, erlebt, was eine solche Konzentration anzieht: Elefanten, Büffel und Antilopen kommen zum Trinken, und wo Beute ist, sind auch Raubtiere nicht weit. Entsprechend ist der Ort bekannt für seine Tierbegegnungen.
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Mindestens ebenso bekannt ist er fürs Zufußgehen. Von hier aus lässt sich die Umgebung auf Wanderungen erkunden, ohne dass ein Fahrzeug zwischen einem und den Tieren steht. Die Quelle und das umliegende Gelände sind dafür ein dankbares Revier, und genau darin liegt der Reiz: Man bewegt sich zwischen Tieren, die sich um das knappe Wasser versammeln.
Der Komfort ist dagegen minimal. Die Zeltplätze sind schlicht, ein Plumpsklo ist das Einzige, was geboten wird, und ein Platz hat nicht einmal das. Wer hier übernachtet, sollte sich entsprechend selbst versorgen können. Gerade deshalb eignet sich das Camp gut als Zwischenstation beim Verlassen des Parks, bevor man sich auf den langen Rückweg macht.
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Weitere Camps: die exklusiven Plätze
Neben Nyamepi und Chitake Springs gibt es am Sambesi die sogenannten exklusiven Campingplätze. Hier gehört der Platz ganz einer Gruppe, und man hat ein Stück Flussufer für sich, ohne dass jemand anderes in Sichtweite ist. Genau deshalb buchen viele Stammgäste Jahr für Jahr diese Plätze.
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Mucheni besteht aus vier Plätzen, etwa acht Kilometer westlich von Nyamepi. Nkupe liegt rund einen Kilometer östlich von Nyamepi an einem eigenen Uferabschnitt. Ndungu, Gwaya und BBC liegen am selben Ufer. Wer allein, zu zweit oder zu dritt unterwegs ist, findet mit New Ndungu 1 und 2 eine günstigere Variante, die für höchstens drei Personen gedacht ist.
Die Ausstattung ist schlicht: meist eine Feuerstelle zum Grillen und eine einfache Toilette. Eine Ausnahme ist Gwaya mit kalter Dusche, Spültoilette und Waschbecken. Wasser gibt es nur aus dem Fluss oder an der Rezeption in Nyamepi. Man sollte also gut ausgerüstet anreisen.
Camping ist in Mana Pools ausschließlich über ZimParks möglich, und die gefragtesten Plätze sind oft fast ein Jahr im Voraus ausgebucht. Aktuelle Preise, den Buchungsablauf, eine Vorlage für die Anfrage-E-Mail und die Parkregeln findest du hier: visitmanapools.com/de/camping
Für die Kamera
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Auf der geführten Walking Safari auf Augenhöhe mit den Tieren fotografieren: Bei einer geführten Walking Safari kannst du Tiere auf Augenhöhe fotografieren, die vom Fahrzeug aus meist von oben zu sehen sind. Bleibe immer hinter deinem Guide, folge seinen Handzeichen und gehe erst in die Hocke oder auf die Knie, wenn er es freigibt. Lass ihn die Distanz und Windrichtung bestimmen. Bewege dich langsam, nutze Bäume als Deckung und fotografiere aus der Hocke oder im Knien, um eine niedrige Perspektive zu bekommen. Wenn dein Guide die Tiere gut kennt, kann er dich auch so positionieren, dass das Licht von der Seite oder von hinten kommt.
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Elefanten auf den Hinterbeinen am Sausage Tree fotografieren: Mana Pools ist berühmt für Elefanten, die sich aufrichten, um an hoch hängende Früchte zu kommen. Plane dafür den frühen Morgen oder späten Nachmittag ein, wenn das tief stehende Licht Gegenlicht und Dunst erzeugt. Belichte relativ kurz, um Silhouetten und Lichtkanten zu betonen. Nutze eine kurze Verschlusszeit (ab etwa 1/1000 s), damit der Elefant beim Aufrichten scharf bleibt und um einzufangen, wie er sich streckt. Wenn du mit dem Guide zu Fuß unterwegs bist, frag ihn nach Bäumen mit reifen Früchten, denn dort halten sich die Elefanten besonders gern auf.
Was schiefgeht
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Die falsche Reisezeit wählen: Im Kernzeitraum der Regenzeit sind große Teile des Parks nicht befahrbar, weil die Pisten aufweichen und Flussläufe anschwellen. Wer dann anreist, kommt entweder gar nicht hinein oder riskiert, im Schlamm stecken zu bleiben. Auch der Beginn der Regenzeit hat seine Eigenheiten: Mit den ersten Regenfällen wandern viele Tiere ins Landesinnere ab, weil es dort wieder Wasser und frisches Grün gibt.
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Du siehst dann weniger Wildtiere, dafür ist der Park deutlich ruhiger. Für Fotografen mit Fokus auf viele Tiere ist die Trockenzeit meist die bessere Wahl. Wer Ruhe und Stimmung sucht, kann den Saisonbeginn bewusst wählen, sollte aber mit weniger Sichtungen rechnen.
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Nicht autark genug unterwegs sein
Mana Pools ist abgelegen, und im Notfall ist Hilfe weit entfernt. Daher gehört zur Vorbereitung:
Wasser und Lebensmittel: ausreichend Vorrat für die gesamte Reise, plus Reserve. Der nächste Supermarkt ist in Karoi oder in Kariba.
Reifen: zwei Ersatzreifen, die beide voll funktionsfähig sein sollten, also mit ausreichend Luftdruck und intaktem Profil. Ein Reifen allein reicht auf den Pisten oft nicht. Auch ein Kompressor gehört zur Ausstattung, ebenso der Wagenheber.
Treibstoff: genug Sprit für die gesamte Strecke inklusive Pirschfahrten und, wenn möglich, ein Reservekanister.
Strom: Ein Solarpanel am Fahrzeug ist hilfreich, um den Kühlschrank dauerhaft zu betreiben, ohne die Batterie zu leeren.
Gas zum Kochen: immer genug mitnehmen. Notfalls kannst du Wasser vom Campingplatz abkochen, etwa für Kaffee oder Nudeln. -
Die Walking Permit zu unbedarft nutzen
Dass man in Mana Pools zu Fuß unterwegs sein darf, ist ein Privileg, aber kein Freifahrtschein. Du bist hier zu Gast bei den Tieren, und die Regeln machen sie, nicht du: Du musst dich nach ihnen richten. Wer die Permit leichtfertig nutzt, bringt sich und andere in Gefahr. Sei dir der Risiken bewusst:Weiterlesen
Büffel: Vor allem einzelgängerische alte Bullen gelten als unberechenbar und aggressiv. Sie sind im hohen Gras oder Gebüsch leicht zu übersehen.
Elefanten: Sie wirken oft gelassen, können aber schnell umschlagen. Besonders vorsichtig sein bei Muttertieren mit Kalb und bei Bullen in der Musth. Geh nie zwischen Mutter und Jungtier und gib ihnen immer einen Fluchtweg.
Hippos: Sie gehören zu den gefährlichsten Tieren Afrikas. Geh nie zwischen ein Hippo und das Wasser, und rechne besonders in der Dämmerung und nachts mit Tieren an Land.
Löwen: Sie sind oft gut getarnt und tauchen unerwartet auf. Halte die Augen offen und such tagsüber die Schatten der Bäume ab, um eine Überraschung zu vermeiden. Falls du doch das Glück hast, welche zu treffen: Bleib ruhig, nach Möglichkeit in der Gruppe und in einer Reihe hintereinander. Vermeide hektische Bewegungen. Entferne dich langsam und rückwärts, den Löwen oder das Rudel immer im Blick.Beachte außerdem:
Behalte immer Wind, Umgebung und Rückzugsmöglichkeiten im Blick, auch wenn du durch den Sucher schaust.
Das perfekte Foto ist es nicht wert, einem Tier zu nahe zu kommen. Lieber ein Bild weniger als ein Risiko zu viel.
Wenn du dich unsicher fühlst, zieh dich ruhig zurück oder buche zumindest zu Beginn einen erfahrenen Guide, der dir das Verhalten der Tiere erklärt.
Was oft gefragt wird
Darf ich wirklich ohne Guide zu Fuß gehen?
Ja, und genau das macht Mana Pools so besonders. Der Park gehört zu den ganz wenigen Orten in Afrika, an denen man die Tiere auch ohne Begleitung zu Fuß erleben darf. Das ist ein echtes Privileg, aber es kommt mit einer klaren Bedingung: Du bist auf eigene Gefahr unterwegs, und zwar im wörtlichen Sinn. Es gibt keine Zäune und keinen Schutz. Löwen, Büffel und Elefanten bewegen sich auf demselben Boden. Wer ohne Guide losgeht, sollte also Erfahrung im Lesen von Tierverhalten mitbringen. Für den Einstieg ist eine geführte Walking Safari die sicherere und lehrreichere Wahl.
Wann ist geöffnet?
Mana Pools ist ein klassischer Trockenzeit-Park. Geöffnet ist er in der Regel ab der Jahresmitte bis zum Beginn der Regenzeit. Die genauen Öffnungszeiten können sich von Jahr zu Jahr verschieben. Lass dir die Daten für dein Reisejahr deshalb bestätigen, bevor du Unterkünfte, Flüge oder Mietwagen buchst.
Saison: Zugänglich ist der Park typischerweise von April/Mai bis November. In dieser Zeit sind die Pisten befahrbar, die Camps und Lodges geöffnet, und die Tiere sammeln sich zunehmend am Fluss, je trockener das Land wird.
Schließung in der Regenzeit: Von Dezember bis März, teilweise sogar bis April, ist der Park weitgehend geschlossen oder nur schwer erreichbar. Heftige Regenfälle verwandeln die Zufahrtsstraßen in unpassierbare Schlammpisten, und auch die Start- und Landebahnen für Flugzeuge können nicht mehr genutzt werden. Die meisten Lodges und Camps schließen in diesem Zeitraum ebenfalls.
Gibt es Nashörner?
Nein, leider nicht mehr. Die Nashörner von Mana Pools wurden vor Jahrzehnten von Wilderern ausgerottet. Das ist ein trauriges Kapitel der Parkgeschichte, und es gehört zu einer ehrlichen Beschreibung dazu. Dafür erwarten dich andere Highlights: große Elefantenherden, Büffel, Löwen, Wildhunde und Flusspferde.
Welches Fahrzeug brauche ich?
Du brauchst ein Allradfahrzeug, mit dem du dich im Zweifel selbst wieder freibekommst. Die Anfahrt über die A1 ist gut geteert und stark befahren, hier gibt es keine Probleme. Erst im Park selbst wird es anspruchsvoller: Die Pisten auf der Flussebene bestehen stellenweise aus Sand oder weichem Boden. Falls du dort einmal steckenbleibst, ist es ratsam, eine Schaufel und einen Kompressor dabeizuhaben, um den Reifendruck anzupassen und dich selbst wieder herauszuarbeiten. Auch die zwei einsatzbereiten Ersatzreifen gehören zur Grundausstattung. Mit dieser Vorbereitung bist du in Mana Pools gut aufgestellt.
Wie voll ist es?
Mana Pools ist vergleichsweise leer, denn der Park richtet sich an erfahrene Selbstfahrer und Abenteurer. Genau das macht seinen Reiz aus: Du kannst Tiere erleben, ohne dir einen Platz mit zehn anderen Fahrzeugen teilen zu müssen, und oft bist du allein mit der Landschaft und den Tieren. Die Kehrseite ist, dass es kaum Infrastruktur gibt. Alles, was du brauchst, muss mit dir in den Park kommen: Wasser, Lebensmittel, Treibstoff und Gas. Nur Brennholz kannst du im Park kaufen.
Grenzen: Natural Earth